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29.05.2015
29.05.2015
Redaktion guiders
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Stadtführung „Köln unterirdisch“

Titelbild

Wir haben lange überlegt, was wir an unserem Wandertag in der Berufsschule machen wollen. Es durfte nicht zu teuer sein, wir sind ja nur arme Azubis, kultureller Anspruch war gewünscht - nein, eine Brauhauswanderung erfüllt diese Vorgabe nicht - und was machen wir bei Regen? Schließlich konnten wir uns auf die Führung „Köln unterirdisch“ einigen und ich klärte mit unserem Stadtführer Günther Klein von FF-Stadtführung Preis und Termin, zur allgemeinen Zufriedenheit, ab.

Günther Klein vor dem Praetorium in Köln Wir fanden uns an einem sonnigen Dienstag auf dem Theo-Buraunen-Platz in Köln ein, wo Günther uns pünktlich abholte. Vor dem Eingang des Praetoriums wurden wir auf unseren 90 minütigen Abstecher ins römische Köln eingestimmt. Das Praetorium wurde vor rund 2000 Jahren für den römischen Statthalter von Niedergermanien erbaut und 1953 von Bauarbeitern wiederentdeckt. Die Stadt Köln entschloss sich, die Überreste des Prachtbaus in einem Museum auszustellen.

Günther Klein im Praetorium Köln Günthers große Stärke war es, geschichtliche Fakten in einen verständlichen aktuellen Kontext mit einer Prise „kölschem“ Witz zu präsentieren. Die Lage der alten Haupthandelswege durch Köln sahen wir auf der Landkarte, konnten diese aber kaum dem aktuellen Stadtbild zuordnen. Als Günther uns aber erklärte wo sich, nach heutiger Sicht, der Dom, die Hohe Straße und der Primark befunden hätten, war alles klar.

Im alten Abwasserkanal erzählte Günther uns Anekdoten aus der Zeit, wo in dem kühlen Tunnel noch Lebensmittel gelagert wurden, von der Benutzung als Luftschutzbunker und von den legendären Kellerpartys der 60er Jahre. Natürlich erfuhren wir auch hier wieder Einiges über die Römerzeit und die ausgeklügelte Bauweise des Abwassersystems.Römischer Abwasserkanal unter Köln

Zum Abschluss fasste Günther nochmal die wichtigsten Persönlichkeiten und historischen Ereignisse in einer kurzen humorvollen Geschichte zusammen. Wie Agrippina ihre Männer mit leckeren Pilzgerichten vergiftete und warum sie unbedingt ihren Onkel, Kaiser Claudius heiraten wollte. Diese „Histörchen“ ließen die Geschichte noch einmal, mit viel Witz, lebendig werden, bevor wir endgültig am Ende der Tour angelangt waren. Vielen Dank an Günther Klein von FF-Stadtführungen aus Köln für diese spannende, witzige und von Herzen „kölsche“ Tour. Wer etwas anderes, z.B. seinen Junggesellenabschied in Köln plant, dem kann ich die Brauhausführung auch sehr empfehlen.

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Hintergrundfoto: © Aleksandar Mijatovic | www.shutterstock.com