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Abenteuer Survival-Tour: Gut gerüstet in die Wildnis

Ein Feuer ohne Hilfsmittel entzünden zu lernen, wird in fast allen Survival-Touren vermittelt.Vielen Menschen bereitet schon die Aussicht auf eine Nacht im Freien, ohne Zelt und Schlafsack, Unbehagen. Doch wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, wird mit einzigartigen Eindrücken belohnt. Survival-Touren sind ein Ausstieg aus der Zivilisation auf Zeit und erfreuen sich unter dem Begriff „Bushcraft“ immer größerer Beliebtheit. Während Survival allerdings darauf abzielt, möglichst schnell wieder in die Zivilisation zu gelangen, ist Bushcraft auf längeres Leben in der Natur ausgerichtet.

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Der Grundgedanke dahinter ist, dass es jederzeit möglich ist, dass ein Mensch beispielsweise durch Schiffbruch, einen Flugzeugabsturz, einen Autounfall oder auch nur durch Verlaufen plötzlich fernab von Hilfe auf sich gestellt ist. Weltuntergangs-Filme über fallende Atombomben oder Serien über Zombie-Apokalypsen haben das Interesse an solchen Kursen noch deutlich verstärkt.

Noch einen Schritt weiter gehen sogenannte „Prepper“; Menschen, die sich auf die verschiedensten Katastrophen vorbereiten, um im Ernstfall gerüstet zu sein. In ganz Deutschland soll es eine regelrechte Gemeinde von Preppern geben, wie in diesem Artikel nachzulesen ist. Doch auch sie nutzen die grundlegende Kombination aus Survival-Techniken, Bushcraft und Woodcraft, wie sie in vielen Survival-Touren vermittelt werden.

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Körperliche und geistige Voraussetzungen

Wer sich auf eine solche Tour begibt, muss sich in erster Linie geistig darauf einlassen können. Insbesondere Menschen, die nicht regelmäßig in der freien Natur unterwegs sind, unterschätzen häufig Witterungsbedingungen. Eine besondere Kondition ist für gewöhnlich nicht notwendig, allerdings sollten Teilnehmer keine größeren körperlichen Einschränkungen haben oder schwerwiegende Erkrankungen. Eine Survival-Tour ist für viele Menschen eine Grenzerfahrung, denn in den meisten Kursen wird zumindest theoretisch auch Wissen um tierische Notnahrung, sprich das Ernähren von Insekten und Larven, vermittelt.

Für die meisten Touren müssen die Teilnehmer volljährig sein, doch einige Veranstalter nehmen auch jüngere Personen mit, sofern eine erwachsene Begleitperson stets anwesend ist.

Kleidung

Teilnehmer Survival in den Bergen

Die Kleidung für Survival-Touren muss der Witterung trotzen können und möglichst robust sein. Wesentlichen bereiten Survival-Touren darauf vor, mit der Kleidung, die gerade am Körper getragen wird, auszukommen. Doch natürlich soll ein solcher Ausflug auch Spaß machen und keine unnötigen Risiken wie Verletzungs- oder Krankheitsfälle provozieren. Entsprechend sollte für eine Survival-Tour unbedingt wetterfeste und strapazierfähige Kleidung getragen werden. Da sie hier sehr lange am Körper getragen wird, ist es umso wichtiger, dass sie auch richtig sitzt. Zu enge Hosen und Pullover können auf Dauer zu schmerzhaften Druck- und Scheuerstellen führen, während zu weite Kleidung beim Laufen abseits der Wege rutschen kann. Vor dem Einkauf sollte daher unbedingt die eigene Größe überprüft und gegebenenfalls nachgemessen werden. Dabei hilft eine Größentabelle, wie sie hier zu finden ist. Im Sommer sollten trotz höherer Temperaturen die Beine bedeckt bleiben; dies reduziert die Verletzungsgefahr durch Gestrüpp, Brennnesseln oder Insektenstiche. Outdoor-Hosen verfügen oft über praktische verstärkte Aufnäher an Gesäß und Knien. Auch bei warmem Wetter ist es wichtig, die Nieren bedeckt zu halten, um eine Verkühlung zu vermeiden.

Rucksack

Für lange Touren sollte ein möglichst hochwertiger Rucksack verwendet werden.Survival-Touren werden im Sommer wie im Winter veranstaltet, daher ist für jede Jahreszeit die passende Kleidung notwendig. Im Winter hat sich das bekannte Zwiebelprinzip bewährt. Die getragene Kleidung muss einerseits Feuchtigkeit vom Körper weg transportieren können und andererseits vor Feuchtigkeit und Kälte schützen. Unterwäsche sollte aus Wolle oder besser aus Polyester bestehen. Von Baumwolle wird hier abgeraten, da sie nur langsam trocknet und daher die Feuchtigkeit nicht gut transportieren kann. Funktionsshirts erfüllen diese Aufgabe am besten; diese müssen aber unbedingt eng und trotzdem bequem am Körper anliegen. Über dieser Schicht sollte isolierende Bekleidung aus Fleece oder Wolle getragen werden, um die Wärme am Körper zu halten. Auch hier ist Baumwolle eher kontraproduktiv; sie bildet nach längerer Zeit eine Art Feuchtigkeitspuffer in der Mittelschicht. Abschließend ist eine Schutzschicht notwendig, die den Wetterbedingungen trotzen kann. Im Winter gehören zur vollständigen Kleidung natürlich auch Mütze und Handschuhe dazu.

Farblich sollte die Kleidung auf die Umgebung abgestimmt sein, also eher in dunklen und gedeckten Farbtönen gehalten. An Schuhwerk haben sich feste Wanderschuhe bewährt. Da viel durch unwegsames Gelände gelaufen wird, sollten sie entsprechend sicher am Fuß anliegen und nicht zu niedrig sein, damit die Knöchel geschützt sind.

Ausrüstung und Proviant

In puncto Ausrüstung scheiden sich bei den Profis die Geister. Die einen schwören auf Hightech-Ausrüstung, die anderen halten es gern minimalistisch und versuchen, nur mit dem Allernötigsten auszukommen. Anfänger sollten sich vorab informieren, was für ihre spezifische Tour mitgenommen werden sollte. Je nach Tourenprogramm ist das Mitführen bestimmter Ausrüstungsgegenstände sogar Pflicht. Auf der Packliste können neben der obligatorischen Trinkflasche beispielsweise noch eine Plane, Kochgeschirr, ein Taschenmesser oder eine Stirnlampe stehen. Teilnehmer sollten sich vorher gut darüber informieren, welche Ausrüstung und Verpflegung vom Veranstalter gestellt wird. Grundsätzlich sollte die Ausrüstung für Einsteiger auf das Notwendigste reduziert sein, damit nicht übermäßig viel Gewicht getragen werden muss.

Der passende Rucksack für eine Survival-Tour sollte ebenfalls in unauffälligen und gedeckten Farben gehalten sein. Darüber hinaus sollte er über eine hochwertige Polsterung an Rücken und Schultergurten verfügen. Sinnvoll ist auch ein Bauchgurt, der beim Laufen dafür sorgt, dass der Rucksack fest und sicher sitzt. Größere Rucksäcke sollten am besten in mehrere Fächer unterteilt sein. Das hat einerseits den Vorteil, dass auf viele Gegenstände schnell und einfach zugegriffen werden kann und bietet andererseits die Möglichkeit, schwere Gegenstände möglichst nah am Rücken zu tragen, wo das Gewicht am besten ausbalanciert wird. Je nach Tour ist auch das Mitbringen von Zelt und Schlafsack notwendig, was beim Packen des Rucksacks berücksichtigt werden sollte. Für Teilnehmer mit durchschnittlicher Kondition sollten zehn Kilogramm an Gewicht für Gepäck nicht überschritten werden. Das Rucksack-Material sollte im besten Fall wasserdicht sein, damit auch bei Regen die Ausrüstung trocken bleibt. Viele Rucksäcke verfügen aber auch über eine Plane, die bei Bedarf übergestülpt werden kann.

Unterschlupf aus Holz und Laub

Auch die Art der Verpflegung hängt von der jeweiligen Tour ab. Das Augenmerk vieler Touren liegt natürlich darauf, den Teilnehmern zu vermitteln, wie sie sich notfalls in der Natur ernähren können; sei es durch Pflanzen oder tierische Notnahrung. In einigen Kursen wird sogar das Herstellen von Bögen zur Jagd und das Ausnehmen, Zerlegen und Zubereiten von Wild vermittelt. In der Regel ist die Teilnahme an einem solchen Verpflegungsprogramm freiwillig; wer lieber nicht von der tierischen Notverpflegung kosten möchte, bringt daher am besten eine eigene Ration mit. Müsliriegel, Nüsse und Trockenobst und Trockenfleisch haben ein relativ geringes Gewicht, dafür aber einen hohen Nährstoffgehalt.

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Bildquellen: Bild 1) commons.wikimedia © Traumrune (CC BY-SA 3.0) Bild 2) commons.wikimedia © Srvban (CC0 1.0) Bild 3) commons.wikimedia © Toytoy (CC BY-SA 3.0) Bild 4) commons.wikimedia © Floproteus (CC BY-SA 3.0)


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